Grundsätzliche Regeln für Rebound-Trades
Rebound-Trading ist nicht jedermanns Geschmack. Sehr schnell schneidet man sich, beim Versuch das fallende Messer aufzufangen, in die Finger. Es wäre jedoch falsch komplett auf das Rebound-Trading zu verzichten. Im Erfolgsfall winken schnelle und hohe Gewinne. Kursrallys im Abwärtstrend sorgen innerhalb von zwei, drei oder vier Tagen nicht selten für eine Performance zwischen 20% und 30%.

Der richtige Zeitpunkt

Die Zeit für Rebound-Trading ist gekommen, wenn es am Gesamtmarkt turbulent zugeht und sich Krisenstimmung breit macht. Gründe können Rezessionsängste sein, die Angst vor einem Zusammenbruch des Bankensystems wie in der jüngsten Kreditkrise oder schlichtweg Panik vor einem Terroranschlag. Was letztendlich der Auslöser für die Börsenturbulenzen war, ist letztendlich egal. Hauptsache es geht in mit den Leitindizes und vielen Aktien am Markt kräftig nach unten. Angst, Panik und Irrationalität sind der Schlüssel zu erfolgreichen Rebound-Spekulationen.

Aktien mit schlechte Nachrichten umgehen

Die Finger fern halten von Rebound-Trades sollte man unbedingt wenn Aktien nach schlechten Unternehmensnachrichten verkauft werden. Denn dann hat der Kursverfall meist nichts mit Emotionen zu tun. Hinter dem kollabierenden Aktienkurs stecken neue Informationen. Analysten und Fondsmanager passen ihre Gewinnerwartungen an und taxieren ihre Kursziele neu. Wenn ein großer Investmentfonds seine Positionen reduziert, haben Sie so gut wie keine Chance mit Rebounds erfolgreich abzuschneiden. Die Aktie fällt kontinuierlich, so gut wie ohne Gegenwehr in tiefere Kursregionen.

Ziel: Schnelle Gewinne des Depots

Hinter dem Rebound-Trading steckt immer eine tiefere Portfolio-Strategie. Stellen Sie sich vor der Markt befinden sich seit Tagen in einem panischen Abverkauf. Liquide Aktien wurden in weniger als einer Woche zwischen 20% und 40% nach unten geprügelt. Auf einmal dreht die Stimmung. Die Meinung setzt sich durch, dass die Wirtschaftsaussichten kaum schlechter geworden sind und die meisten Kursverluste auf übertriebene Panik zurück zu führen waren. Plötzlich schnellen die Kurse nach oben. Eine Aktie nach der anderen verzeichnet Tagesgewinne von +10% und sogar an den Folgetagen geht es weiter nach oben. Wenn Sie in solche einer Erholungsrally mit mehreren Depotpositionen investiert sind, kann Ihr Depot in zwei Tagen gigantische Kapitalgewinne verzeichnen.

Regeln für Rebound-Trader

    1. Ich führe nur Rebound-Trades durch, wenn die Ursache der Kursverluste Emotionen sind. Angst und Panik führen zu Verunsicherung über die Zukunftsaussichten. Der Gesamtmarkt und eine Vielzahl von Einzelwerten kommen unter die Räder

    2. Ich lasse die Finger von Rebound-Spekulationen, wenn eine Aktie nach schlechten Unternehmensnachrichten unter die Räder kommt. Oft ist das Potenzial für eine Gegenbewegung nicht vorhanden, weil sich der faire Wert des Papiers deutlich reduziert hat

    3. Ich betrachte Rebound-Spekulationen immer als Teil einer übergeordneten Portfolio-Strategie. Etwa zweimal im Jahr gelingt es mir zu Beginn

Auf das Timing kommes an

Eine Aktie, die am ersten Tag um 10% fällt, kann am zweiten Tag erneut um 10% fallen und dann – obwohl niemand damit rechnet – am dritten Tag weitere 10%. Viel wichtiger als bei allen anderen Trading-Strategien ist bei Rebounds deshalb das Timing. Nach der Positionseröffnung darf die Aktie maximal 3% bis 5% fallen bis die Positionsabsicherung greift. Man braucht also Trading-Strategien, die kurzfristig eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit versprechen, dass die Aktie sofort nach dem Kauf steigt.

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