Hintergrund: Die Geschichte der Turtle Trader
Die Turtles sorgten in den 90ern mit einer jährlichen Performance von über
80% für Furore. "Are great traders born or made?" Diese Frage stellte sich
Richard Dennis, damals einer der mächtigsten Commodotiy-Trader an der Wall
Street. Mit Börsengewinnen in Höhe von 80 Millionen Dollar sorgte er 1987 an
der Wall Street für Furore Er lehrte einer kleinen Gruppe von 10
wissbegierigen Männern, die er "Turtles" nannte, seine Erfolgsstrategien.
Das Ergebnis: Trading ist erlernbar.
Einer der erfolgreichsten Turtle-Schüler war Curtis Faith. Im zarten Alter
von 19 Jahren gewann Curtis Faith an der Börse einen unvorstellbaren Betrag
in Höhe von über 31,5 Millionen Dollar. Der Millionar Richard Dennis
vertraute Curtis Faith sein Geld an, um nach seiner Turtle Trading Methode
Geld zu verdienen. Diese damals streng geheime Strategie funktioniert auch
noch heute.
- Wer war dieser Richard Dennis, der einem blutjungen Anfänger wie Curtis Faith so viel Geld anvertraute?
- Die Handelssignale der Turtle Trader
- Das Turte Trading System
- Woran sehe ich, ob ich mehr long oder short traden soll?
- Den Markt testen und dann erst richtig einsteigen.
Wer war dieser Richard Dennis, der einem blutjungen Anfänger wie Curtis
Faith so viel Geld anvertraute?
Dennis war in den 1950er Jahren in Chicago aufgewachsen. Er war der Sohn
einer einfachen Arbeiterfamilie und genoss keinerlei besonderer Priviegien.
Von Mitschülern wurde er als etwas introvertiert und als Junde mit dicken
Gläsern beschrieben. Mit der Börse kam Dennis während eines Ferienjobs in
Konakt, als er im Alter von 17 Jahren als Laufbursche an der Chicago
Mercantile Exchange arbeitete. Hier konnte er das hektische Treiben auf dem
Parkett mit großem Eifer beobachten. Hunderte von Tradern brüllten auf dem
Trading-Floor, um ihre Trades an den Counterpart zu bringen. Der Geruch von
Reichtum lag in der Luft und Dennis sehnte sich danach, dort mitzumischen.
Damals konnte Dennis noch nicht ahnen wie erfolgreich er darin sein würde...
1986 war für Richard Dennis ein grandioses Jahr. Mit Börsengewinnen in Höhe
von 80 Millionen Dollar sorgte er an der Wall Street für Furore. Unter den
anderen Parkett-Händlern galt Dennis als legendärer Parketthändler.
Dennis arbeite in seiner Trading-Firme mit einem Partner, William Eckhardt,
zusammen. Die beiden hatten einen jahrelangen Disput über die Frage, ob
erfolgreiche Trader durch "Veranlagung oder Sozialistation" Geld verdienten.
"Dennis hielt sein Handelsgeschick ganz einfach nicht für eine natürlich
Begabung. Er betrachtete die Märkte wie ein Monopoly-Spiel. Er sah darin
Strategien, Regeln, Chancen und Zahlen, die objektive und erlernbare Ziele
darstellten. (Zitat aus dem Buch "Turtle Trading")
Um diesen Disput zu lösen, vereinbarten die beiden eine Wette. Das berühmte
Turtle-Experiment war geboren. 1983 schalteten Dennis und Eckhardt in
mehrere renommierten Finanzzeitungen (Wall Street Journal, Barron's,
International Herald Tribune) Kleinanzeigen mit folgendem Inhalt:
Richard J. Dennis
Von C&D Commodities
Nimmt Bewerbungen für die Stellung eines Commodity Futures Trader zur
Erweiterung seines bestehendes Trader-Teams an.
Herr Dennis und Kollegen wollen eine kleine Gruppe von Bewerbern in ihren
speziellen Trading-Methoden ausbilden. Erfolgreiche Kandidaten werden dann
ausschließlich im Auftrag von Herrn Dennis handeln: Sie dürfen nicht auf
eigene Rechnung oder im Auftrag Dritter mit Futures handeln. Die Trader
werden an ihren Trading-Gewinnen prozentual beteiligt. Handelserfahrung
wird berücksichtigt, ist aber nicht Bedingung. Die Bewerber sollen sich
mit einem Lebenslauf und mit einem Satz der Begründung unter folgender
Adresse bewerben:
C&D Commodities
z. Hd. Dale Dellutri
141 W. Jackson, Suite 2313
Chicage, IL 60604
Die Handelssignale der Turtle Trader
Richard Dennis war ein aggressiver Trendfolge-Trader. Die Strategien, die er
den Turtles beibrachte, wurden von Michael Covel in dem Buch "Turtle Trading"
aufgedeckt. Ziel der Turtles war es den Einstieg in einen starken Trend-Markt
zu finden und die Position durch "Pyramiding" ständig zu vergrößern, sofern
sie in die richtige Richtung lief. Die Positionen wurde dann mit einem
festen Stopp-Kurs versehen, der sich an der Volatilität der Kursbewegung
orientierte.
- Turtle Long 20: Kauf eines neuen 20 Tagehochs
- Turtle Long 55: Kauf eines neuen 55 Tagehochs
- Turtle Short 20: Kauf eines neuen 20 Tagetiefs
- Turtle Short 55: Kauf eines neuen 55 Tagetiefs
Das Turte Trading System
Das Turtle Trading System bezeichnet die Kombination der Turtle
Handelssignale zu einer kompletten Portfoliostrategie inklusive Positions-
und Moneymanagement. Die Stärke des Turtle Trading Systems besteht darin,
unabhängig von der Gesamtmarkt-Entwicklung zu werden. Ob die Kurse fallen
oder steigen, ist einem Turtle-Trader egal. Sobald sich ein starker Trend
herausbildet, kann ein Turtle mit Trendfolge-Tading Geld verdienen. Wir
empfehlen die Turtle-Signale nach folgenden Kriterien anzuwenden:
- Führen Sie ein Depot mit 5 bis 8 Positionen.
- Sie müssen immer long und short positioniert sein.
- Je nachdem, welche Positionen besser laufen, haben Sie mehr Long- oder mehr Shortpositionen.
- Achten Sie bei Ihrer Werteauswahl auf Branchentrends. Wenn der gesamte Bankensektor fällt, dann folgen Sie den Turtle-Shortsignalen von Bankaktien. Wenn Solaraktien steigen, dann folgenden Sie verstärkst Longsignalen von Solaraktien.
- Wenn Sie mit einer Position mehr als 10% im Plus sind, dann denken Sie über eine Positionsvergrößerung nach. Die Turtle Trader haben am meisten Geld dadurch verdient, dass sie große Trend mit viel Kapital gefolgt sind.
Wenn Sie dieses Turtle System beherrschen, haben sie zwei gewaltige Vorteile:
- Sie verdienen Geld in steigenden und fallenden Märkten.
- In großen Börsentrends können Sie Ihr Depot vervielfachen.
Woran sehe ich, ob ich mehr long oder short traden soll?
Wie empfehlen verstärkt auf der Short-Seite zu traden wenn der DAX unter
seinem 50er gleitenden Durchschnitt notiert. Das deutet auf einen
abwärtsgerichteten Trendverlauf hin. Gehen Sie in einer solchen Situation
Short-Signale verstärkt mit und bevorzugen sie schwache Branchen mit
schlechter Nachrichtenlage. Umgekehrt sollten Sie verstärkt die Long-Signale
traden, wenn sich der DAX über seinem 50er gleichtenden Durchschnitt befindet.
Den Markt testen und dann erst richtig einsteigen.
Laufen Sie nicht jedem Trend hinterher, sondern versuchen Sie einen Trend
frühzeitig zu erwischen wenn die Marktrichtung umschlägt. Beginn Sie nach
ersten Shortpositionen Ausschau zu halten am Tag nachdem der DAX unter den
50er GD fällt. Testen Sie dann den Markt mit ein oder zwei Shortpositionen.
Wagen Sie erst dann weitere Spekulationen auf fallende Kurse, wenn Ihre
Shortpositionen in der Gewinnzone liegen. Somit minimieren Sie das Risiko
durch Fehlsignale Geld zu velieren.